Osteoporose – Viele sind betroffen!

Etwa ab dem 35. Lebensjahr beginnt bei jedem Menschen der natürliche, altersbedingte Abbau der Knochenmasse.

Doch bei der Osteoporose, dem „Knochenschwund, schreitet dieser Knochenabbau unverhältnismäßig schnell voran. In Deutschland leiden ca. 5 – 7 Millionen Menschen an Osteoporose, Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.

Menschen mit einer Osteoporose können sich ihre Knochen bereits bei alltäglichen Belastungen brechen. Besonders gefährdet sind die Wirbelkörper, der hüftnahe Oberschenkel und der Unterarm.

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Risiken

Die Osteoporose kann vielseitige Ursachen haben. Die medizinische Forschung hat inzwischen über 20 klinische Risikofaktoren identifiziert.

Nicht jeder Risikofaktor führt zwangsläufig zu einer Osteoporose. Meist sind es mehrere Faktoren, die zu einem individuellem Riskioprofil führen.

Risikofaktoren die Sie nicht ändern können:

  • Alter
  • genetische Disposition
  • körperliche Konstitution
  • Geschlecht

Alter

Etwa ab dem 35. Lebensjahr überwiegt der Knochenabbau. Der natürliche Knochenmineralgehalt nimmt dann um 0,5 % bis 1 % pro Jahr ab. Man schätzt, dass sich das Frakturrisiko mit jedem Lebensjahrzent verdoppelt. Wann die Risikozone für Knochenbrüche erreicht wird, ist ohne Knochendichtemessung nicht bekannt.

Genetische Disposition

Die medizinische Forschung hat Gene identifiziert, die die Spitzenknochenmassen in enge Grenzen festlegen. Damit wird verständlich, dass sich das Knochenbruchriskio auf nachfolgende Generationen vererben kann. Hüftnahe Knochenbrüche der Eltern sind ein Hinweis auf dieses bestehende Knochenbruchrisiko.

Körperliche Konstitution

Von Geburt an sehr schlanke Menschen haben weniger Knochenmasse. Als Maß dient der sogenannte Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht in Relation setzt zur Körpergröße. Ein BMI (Körpergewicht in kg/(Körpergröße in m)²) unter 20 stellt ein erhöhtes Osteoporoserisiko dar.

Geschlecht

Nach aktuellen Hochrechnungen sind in Deutschland Frauen etwa 5x häufiger erkrankt als Männer. Von den 7,8 Millionen Menschen mit einer Osteoporose sind 6,5 Millionen Frauen und nur 1,3 Millionen Männer. Frauen haben bei gleichem Lebensalter und T-Wert der Knochendichte ein etwa doppelt so hohes Risiko für osteoporotische Frakturen als Männer.

Ausschlaggebend dafür ist die besondere hormonelle Situation der Frauen, insbesondere der Östrogenmangel nach den Wechsejahren. Die postmenopausale Osteoporose ist eine der häufigsten Formen von Osteoporose.

Risikofaktoren, die Sie selbst beeinflussen können:

  • Bewegungsmangel
  • extremes Übergewicht
  • extremes Untergewicht
  • falsches Ernährungsverhalten
  • Nikotin
  • übermäßiger Alkohol- oder Kaffeekonsum
  • Polymedikation

Bewegungsmangel

„Wer rastet, der rostet!“ Was der Volksmund schon lange sagt, scheinen viele Menschen nicht zu hören oder nicht hören zu wollen. Bereits im Jahr 1996 hat die WHO den Bewegungsmangel und seine Folgen zur größten Gesundheitsgefährdung für den Menschen im 21. Jahrhundert erklärt.

Fast dreiviertel aller heutigen Gesundheitsprobleme sind au die sogenannten Zivilisationskrankheiten zurückzuführen. Auch für den Knochen ist belegt, dass Bettruhe, Immobilität und körperliche Inaktivität den Knochenabbau begünstigen.

Extremes Übergewicht

Fettleibigkeit (BMI > 40) und das metabolische Syndrom sind unmittelbare gesundheitliche Konsequenzen des Bewegungsmangels in Verbindung mit einer Fehl- und Überernährung, wie es immer häufiger schon bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten ist.

Was auf den ersten Blick als natürliches Polster bei Stürzen und Schutz or Verletzungen darstellt, birgt ein unsichtbares Risiko: Körperliche Aktivität und Bewegung fällt zunehmend schwerer, der Bewegungsradius ist eingeschränkt, es kann zu einer sogenannten Inaktivitätsosteoporose führen.

Übergewichtige Menschen bewegen sich im wörtlichen Sinne schwerfälliger, die muskuläre Leistung reicht nicht mehr aus, das hohe Körpergewicht auszubalancieren und die Angst zu stürzen, steigt mehr und mehr an.

Extremes Untergewicht

Aber auch das andere Extrem erhöht das Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Das durch die Öffentlichkeit und Presse geprägte Schönheitsideal der Frau, oder die Anforderungen des Hochleistungssports führen gerade bei Mädchen und jungen Frauen zu einem gestörten Essverhalten über längere Zeit und zu einem erhöhtem Risiko für Untergewicht und für hormonelle Störungen. Das Fettgewebe ist ein wichtiger Produktionsort und Speicher für Sexualhormone, vor allem für Östrogen.

Untergewichtige Menschen haben häufig zu niedrige Hormonspiegel und neigen deshalb zu Osteoporose.

Bei Essstörungen wie Magersucht und Bulimie kommt es zu schweren Störungen im Hormonhaushalt – erkennbar am Ausbleiben der Monatsblutung – als Zeichen, dass zu wenig Sexualhormone produziert werden. Dadurch reduziert sich die Knochendichte und Osteoporose kann sogar schon bei jungen Frauen entstehen.

Falsches Ernährungsverhalten

Der Knochen lebt von der Bewegung. Für den Knochenaufbau muss ihm aber das notwendige Baumaterial zur Verfügung stehen. Der Knochen ist ein Calciumspeicher.

Calcium wird aber auch für viele Stofwechselvorgänge benötigt. Bekommt unser Organismus nicht genügend Calcium, wird auf den Calciumspeicher zurückgegriffen und Knochen abgebaut.

Die Calciumaufnahme im Darm und der Transport in die Knochen werden durch Vitamin D gefördert. Das Vitamin D unterstützt gleichzeitig die Museklfunktion und fördert dadurch indirekt die mechanische Belastung des Knochens.

Der Mangel an Calcium und Vitamin D sind anerkannte Risikofaktoren einer Osteoporose.

Weitere ernährungsbedingte Risiken stellen ein Mangel an Proteinen (Eiweißen), ein weiterer Baustoff des  Knochengewebes, und Kalium (es reguliert die Calciumausscheidung über die Nieren), sowie eine erhöhte Säurelast des Organismus dar. Empfohlen wird außerdem die ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Folsäure.

Manche Genussmittel wirken sich ungünstig auf die Calciumbilanz aus.

Nikotinkonsum

Nikotin ist ein moderater Risikofaktor für Osteoporose. Nikotin sollte grundsätzlich vermieden werden. Raucherinnen kommen durchschnittlich 2 Jahre früher in die Menopause, denn Nikotin fördert den Östrogenabbau.

Nikotin gilt auch als so genannter „Calcium- und Vitaminräuber“.

Nikotin kann auch zu Durchblutungsstörungen des Knochens führen.

Übermäßiger Alkoholkonsum

Ein übermäßiger Alkoholgenuss kann nicht nur zu einer Abhängigkeit, der Alkoholkrankheit, sondern auch zu einer übermäßigen Ausscheidung von Calcium über die Niere führen.

Ein vermehrter Alkoholgenuss schadet der Magenschleimhaut und stört die Funktion von Magen, Darm und der Verdauungsfunktion der Bauchspeicheldrüse, so dass Calcium nicht mehr in ausreichender Menge aus der Nahrung aufgenommen werden kann.

Alkoholmissbrauch, vor allem hochprozentiger Alkohol im Übermaß führt auch zur Fettleber bis hin zur Leberzirrhose; es kommt zu einer unzureichenden Aktivierung von Vitamin D.

Alkohol kann auch zu einer direkten Schädigung der knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten führen.

Risikofaktoren – welche Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten

Wird die Osteoporose durch eine andere Erkrankung oder deren Therapie (mit) verursacht, spricht man von einer sekundären Form der Osteoporose.

Zu den wichtigsten Risiken gehören:

  • Überproduktion von Cortisol, Morbus Cushing
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreodismus)
  • Langzeitbehandlung über mehrere Monate mit Glucocorticoiden (Cortison)
  • schwere chronische Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz)
  • Diabetes mellitus Typ I (insulinpflichtig) und die Behandlung von Diabetikerinnen mit Glitazone
  • Malassimilation (verminderte Ausnutzung von Nährstoffen) unterschiedlicher Ursache, z. B. Zölliakie (Glutenunverträglichkeit), Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse, der Leber und/ oder der Galle, Gastrektomie (Magenresektion)
  • Einnahme von Antiepileptika
  • Organtransplantation
  • Schilddrüsenüberfunktion aktuell bzw. eine Überdosierung mit Schilddrüsenhor- mon (TSH < 0,3 mlU/l)
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen, z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, die häufig mit Cortison behandelt werden
  • entzündliche – rheumatische Erkrankungen
  • Behandlung mit Aromatasehemmern bei hormonabhängigem Brustkrebs

Diagnostik

Um eine Osteoporose zu erkennen, ist ein Mosaikmuster von Gesprächen, Untersuchungen und Funktionstests notwendig.

Erst danach können wir eine Osteoporose und das damit verbundene Knochenbruchriskio sicher diagnostizieren und die notwendigen präventiven Maßnahmen einleiten oder die Therapie festlegen.

Krankheitsvorgeschichte

Um festzustellen, ob Riskien bestehen und Sie als Patient zu dem Personenkreis zählen, welcher besonders häufig von Osteoporose und einem Knochenbruchrisiko betroffen ist, ist es sehr wichtig, dass Sie unseren Anmeldebogen, den Sie bei der Anmeldung erhalten, so genau wie möglich ausfüllen.

In einem Arzt-Patienten-Gespräch wird die Höhe des Risikos genauer erörtert.

Körperliche Untersuchung

Erfasst werden aktuelle Beschwerden wie Rückenschmerzen, Funktionsbeeinträchtigungen und der Allgemeinzustand.

Beurteilt werden mögliche Wirbelsäulenverformungen (Rundrücken – oft verbunden mit Atemnot) und Schmerzzustände (lokaler Druck- und Klopfschmerz über einzelnen Wirbelkörpern).

Aus der Körpergröße und dem Körpegewicht wird der BMI berechnet. Zur Beurteilung der Muskelkraft und der Gleichgewichtsfähigkeit werden Funktionstests durchgeführt.

Knochendichtemessung mittels DXA – Methode

Zur Feststellung einer Osteoporose ist eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) unabdingbar.

Zur Messung wird die als Standardmethode geltende DXA-Technik empfohlen.

Die Knochendichtemessung wird bei uns hier im Hause an der Lendenwirbelsäule (Mittelwert aus den Wirbelkörpern L1 – L4) und am hüftnahen Oberschenkelknochen (Gesamtregion und Schenkelhals) gemessen.

Der niedrigste gemessene Wert ist für den Befund maßgebend und gibt einen Hinweis auf die Knochenbruchgefahr. Das Ergebnis wird mit dem sogenannten T-Wert beschrieben.

Der T-Wert beschreibt die (standardisierte) Abweichung vom Mittelwert einer gesunden 30 – jährigen Frau bzw. Mann. Nach einer Definition der Weltgesundheitsorganistion (WHO) liegt eine Osteoporose dann vor, wenn der Knochenmineralgehalt um mehr als – 2,5 Standardabweichungen vom Mittelwert abweicht (T-Wert unter – 2,5).

Grob kann man sagen, dass bei einem T-Wert unter -2,5 das Bruchriskio fünfmal so hoch ist.

Die Knochenbruchgefahr ist zusätzlich abhängig vom Alter, Geschlecht, vorhandenen Risikofaktoren und bereits erlittenen osteoprosetypischen Knochenbrüchen (Frakturen), vor allem Wirbelkörperfrakturen.

Die Kosten der Knochendichtemessung müssen vom Patienten selbst getragen werden, eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgt nicht.

Die Knochendichtemessung mittels der empfohlenen DXA-Methode erhalten Sie in unserer Praxis für 40,00 €. dxa

Achtung!

Andere Methoden für eine Knochendichtemessung, wie die quantitative Computertomographie können ebenfalls Aussagen zum Knochenbruchrisiko machen. Das Ergebnis dieser Messungen ist mit denen der
DXA-Methode nicht vergleichbar!

Auch das quantitative Ultraschallverfahren gibt Auskunft über die Knochenbruchgefahr, ist aber im eigentlichen Sinne keine Knochendichtemessung, da der Ultraschall nicht in den Knochen eindringen kann.

Auch hier sind die angegebenen T-Werte nicht mit der DXA-Methode vergleichbar.

Basislaboruntersuchungen

Verschiedene Blutuntersuchungen klären, ob andere Erkrankungen vorliegen, welche die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Die Basislaboruntersuchung wird bei uns in der Praxis im Zusammenhang mit der Knochendichtemessung durchgeführt.

Röntgen der Wirbelsäule

Ziel der Röntgenuntersuchung von Brust- und Lendenwirbelsäule ist neben dem Nachweis von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen auch die Differentialdiagnostik von Rückenschmerzen.

Geröngt wird vor allem, wenn:

  • die Körpergröße um mehrere Zentimeter abgenommen hat
  • akut lokale, über Tage anhaltende oder chronische, bisher noch nicht
  • abgeklärte Rückenschmerzen bestehen
  • bei mehr als einem klinisch wichitgen Riskiofaktor für Wirbelkörperbrüche

Therapie

Behandlungsmöglichkeiten:

Das Ziel der Behandlung einer Osteoporose ist die Vermeidung von Knochenbrüchen und das Wiedererlangen von Lebensqualität.

Das Erreichen dieses Zieles erfordert die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Arzt und Patient, eine korrekte Diagnostik und individuelle Behandlung durch den Arzt, sowie die Eigenverantwortung und Therapietreue der Patienten. Die Osteoporosetherapie besteht aus mehreren Bausteinen:

  • Bewegungstherapie
  • Basistherapie mit Calcium und Vitamin D
  • Spezifische medikamentöse Therapie
  • Schmerztherapie
  • Rehabilitation

Bewegungstherapie

Regelmäßige körperliche Aktivität mit dem Ziel, Muskelkraft und Koordination zu fördern, wird an erster Stelle einer generellen Osteoporose- und Frakturprophylaxe empfohlen. Darunter sind allgemeine Maßnahmen zu verstehen, durch deren Umsetzung eine Verbesserung der Knochenstabilität und/ oder eine Verringerung sturzbedingter Frakturen erreichbar sind.

Bei Personen, die bereits einmal gestürzt sind oder ein erhöhtes Sturzrisiko haben, zeigen sich verschiedene Trainingsprogramme als wirksam in der Vermeidung von Stürzen.

Zu empfehlen ist ein funktionelles Kraft- und Gleichgewichtstraining in einer Gruppe oder allein in einem Fitness- bzw. Gesundheitsstudio oder ein Training der Kraft, Ausdauer und Koordination mit dem Schwerpunkt Gleichgewicht mindestens 1 x pro Woche über einen Zeitraum von 12 Monaten ohne größere Unterbrechungen.

Unterstützend zu diesem Trainingsprogramm und Entspannung der Muskulatur können Massagebehandlungen (z. B. Medistreambehandlungen) hilfreich sein.

Die Medistreambehandlung verbindet zwei Therapieformen miteinander.

  • Unterwasserdruckmassage individuell einstellbar
  • Wärmetherapie

mediWichtig zu wissen ist – eine Massagebehandlung ist keine Therapie um eine Krankheitsursache zu beseitigen, es kann lediglich dabei helfen, die Muskulatur zu entspannen
und dadurch eine Schmerzlinderung herbeizuführen.

Natürlich kann Medistream auch bei sämtlichen sonstigen Beschwerden der Wirbelsäule angewandt werden.

Die Medistreambehandlung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten je Behandlung betragen 9,00 €.

Basistherapie mit Calcium und Vitamin D

Cacium und Vitamin D sind die Grundlage jeder Osteoporosebehandlung und kann auch zur Prophylaxe eingesetzt werden. Calcium ist ein Baustein des Knochens, Vitamin D steigert die Calciumaufnahme und den Einbau von Calcium in dem Knochen.

Es wird eine tägliche Zufuhr von 1000 bis max. 1500 mg Calcium mit der Nahrung und mit calciumreichem Mineralwasser empfohlen, im Bedarfsfalle mit ergänzenden Präparaten. Die Vitamin D-Zufuhr sollte täglich 800 bis 2000 IE betragen. Insbesondere bei älteren Patienten ist die Zufuhr durch die Ernährung oder durch regelmäßigen Aufenthalt im Freien (UV-Licht fördert die Vitamin D- Bildung in der Haut) nicht dauerhaft gewährleistet.

Eine medikamentöse Ergänzung ist daher erforderlich.

Ein ideales Kombinationspräparat ist hier das Orthonorm os, welches Calcium und Vitamin D und zusätzlich Vitamin K, C und B6 enthält. Wichtig ist zu wissen, dass die alleinige Einnahme von bilanzierten Diäten (so nennt man die Einnahme dieser Kombinationspräparate) die ausgewogene und gesunde Ernährung mit calciumreichen Lebensmitteln nicht ersetzt.

Orthonorm os ist ebenfalls ein geeignetes Mittel zur Prophylaxe     Orthonorm os
bei Risikopatienten, bei denen noch kein erniedrigter T-Wert festge-
stellt wurde, dies in der Prognose aber anzunehmen ist.

Orthonorm os erhalten Sie hier in unserer Praxis!

Bei Fragen stehen wir und unsere Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung, sprechen Sie uns an!

Spezifische medikamentöse Therapie

Abhängig vom individuellen Knochenbruchrisiko ist der Einsatz von weiteren Medikamenten notwendig. Das Risiko kann der Arzt aus der Vorgeschichte (bereits erlittene Knochenbrüche, Risikofaktoren) und aus dem Knochendichtemesswert bestimmen.

Spezifische Osteoporose-Medikamente können die Stabilität der Knochen über eine Hemmung des Knochenabbaus und einer Stimulation des Knochenaufbaus beeinflussen. Folgende Medikamentengruppen werden eingesetzt:

  • Bisphosphonate
  • Östrogene und Östrogen-Rezeptor-Modulatoren
  • Strontium-Ranelat
  • Parathormone
  • Alfacalcidol
  • Calcitonin
  • Fluorsalze

Nebenwirkungen:

Alle Osteoporosemedikamente können Nebenwirkungen haben (Allergien, bei Tabletten Magen-Darmbeschwerden, bei Spritzen Übelkeit und Schwindel, bei Bisphosphonaten nach Infusionen kurzzeitge grippeähnliche Beschwerden, bei Parathormonen ein Anstieg der Calciumblutkonzentration, bei einigen Präparaten auch erhöhtes Thromboserisiko.

Auswahl der Präparate

Der Arzt sucht das geeignete Präparat entsprechend der individuellen Risiken und Krankheitsaktivitäten aus. Dabei muss er auch potentielle Nebenwirkungen berücksichtigen und mit den individuellen Risiken abgleichen.

In der Regel erfolgt eine ergänzende Zufuhr von Calcium und Vitamin D (z. B. Orthonorm os).

Therapiedauer

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung. Die Therapiedauer sollte deshalb mindestens 3 bis 5 Jahre betragen – nach individueller Begutachtung – auch länger. Die Basismaßnahmen und die psychosoziale Betreuung sind lebenslang empfehlenswert.

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie hat das Ziel, die Beschwerden auf ein erträgliches Maß zu lindern oder ganz zu beseitigen, sowie die Beweglichkeit der Betroffenen und ihre Funktionsfähigkeit im Alltag zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Sowohl bei akuten Schmerzen nach einem Knochenbruch als auch bei chronischen Beschwerden sollte sich die Auswahl der Therapieverfahren nach Art und Intensität der Schmerzen richten.

Rehabilitation

Kranksein ist mehr als die Krankheit im engeren Sinne, mehr als nur die Ursache der individuellen Beschwerden und Schmerzen, der Mühen in der Selbstversorgung und im täglichen Leben, der Einschränkungen bei Aktivitäten im Familien- und Freundeskreis, der Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Krankheit und Kranksein stehen in enger Wechselwirkung und sind gleichermaßen entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf und die Chronifizierung. In einer ganzheitlichen und menschlichen Therapie müssen beide Aspekte Berücksichtigung finden.

Osteoporosebehandlung – bei uns in der Praxis

Folgende Diagnostik- und Behandlungsmethoden finden in unserer Praxis Anwendung:

Diagnostik/Behandlung Kosten
 Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)(DXA – Methode)  40,00 €
 Laboruntersuchung  wird von Ihrer Krankenkasse übernommen
 individuelle Therapieberatung  wird von Ihrer Krankenkasse übernommen
 Orthonorm os erhalten Sie an der Anmeldung  41,35 €/ Monatspackung
 Medistreambehandlung  9,00 €/ Sitzung